Aktuelles


Liebe Gemeinde,

die Kirchenvorstände bitten darum, die Hygiene- und Abstandsregeln zu beachten, die jeweils vor den Eingängen zu den einzelnen Kirchen auf einem Plakat gut lesbar platziert sind. An dieser Stelle sei schon einmal darauf hingewiesen, dass  das Tragen eines  Mund-/Nasenschutzes beim Aufsuchen und Verlassen des Platzes nötig ist. Wir bitten darum, diesen beim Betreten und Verlassen der Kirche bzw. der Kirchwiese aufzusetzen.

 

Bitte achten Sie auch auf die teilweise vom „normalen“ gottesdienstlichen Alltag abweichenden, unterschiedlichen Zeiten. Die Predigt wird, sofern Pfarrer Hölscher den Gottesdienst feiert, vorerst weiterhin auf der Homepage als Audio- und Textdatei veröffentlicht. Sie wird immer nach den Gottesdiensten auf die Homepage gestellt.

 

Über die mögliche Wiederaufnahme der Treffen von Gruppen, Kreise etc. werden wir an dieser Stelle informieren.

 

Gottesdienste am 26.07.

Rodenhausen              09:30 Uhr

Kirchvers                       10:30 Uhr

 

Gottesdienste am 02.08.

Weipoltshausen         09:00 Uhr (Prädikantin Sames)

Kirchvers                      10:30 Uhr (Prädikantin Sames)

 

Gottesdienste am 09.08.

Rodenhausen              09:30 Uhr (Lektorin Szalkowski)

Kirchvers                       10:30 Uhr (Lektorin Szalkowski)

 

 

Gottesdienste am 16.08.

Weipoltshausen         09:00 Uhr (Lektorin Szalkowski)

Kirchvers                      10:30 Uhr (Lektorin Szalkowski)

 

Gottesdienste am 23.08.

Rodenhausen              09:30 Uhr

Kirchvers                       10:30 Uhr

 

Gottesdienste am 30.08.

Weipoltshausen         09:00 Uhr

Kirchvers                      10:30 Uhr

 

Die KinderJugendKirche startet wieder!!!

Los geht es Anfang August mit einer Dorfrallye. Vom 04.08. bis zum 29.08. habt ihr die Möglichkeit, euch auf die Spuren von "Noah und der Arche" zu begeben  - Rallyezettel und eine Anleitung gibt es am Pfarrhaus (Pfarrstr. 13 in Kirchvers). Dort hängt dann auch ein großes Bild von Noah und seiner Arche. Leider fehlen dort noch die Tiere. Es wäre toll, wenn ihr jeweils zwei gebastelte Tiere einer Art mitbringen könntet, um das Bild zu füllen (einfach mit Tesa auf die Scheibe kleben). Die Rallye ist für "Jung und Alt" geeignet. Es gibt unterschiedliche Schwierigkeitsstufen.


Neuer Konfikurs startet nach den Sommerferien

Der eigentlich geplante Start Anfang Mai musste wegen Corona ausfallen, nach den Ferien geht’s aber endlich los für den Konfikurs 2020/21. Durch die Abstands- und Hygieneregeln erstmal in zwei Gruppen.

Gruppe 1 (Konfis aus Kirchvers und Weipoltshausen) hat immer dienstags von 16:15 Uhr bis 17:15 Uhr Konfiunterricht.

Gruppe 2 (Konfis aus Altenvers, Reimershausen, Rodenhausen, Rollshausen und Seelbach) hat immer donnerstags von 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr Konfiunterricht.

Erste Konfistunde Gruppe 1: 25. August

Erste Konfistunde Gruppe 2: 27. August


Download
Predigt vom 26.07. zum Anhören
Predigt vom 26. Juli.m4a
MP3 Audio Datei 10.2 MB

Predigt vom 26. Juli (7. Sonntag nach Trinitatis)

 

„Hätt' ich dich heut erwartet, hätt' ich Kuchen da, Kuchen da, Kuchen da.
Hätt' ich dich heut erwartet, hätt' ich Kuchen da.
Na wie geht's, na wie steht's, na wie geht's.

Hätt'st du nur was gesagt, hätt' ich Musik bestellt, die besten Musikanten auf der Welt!
Hätt'st du nur was gesagt, hätt' ich Musik bestellt, und dich empfangen mit Trara!“

 

Die meisten von uns, liebe Gemeinde, werden diese Zeilen kennen. Bei uns in Deutschland wurden Sie übrigens ja durch die einstmals sehr beliebte Sesamstraße bekannt. Da singt es Ernie für das Krümelmonster.

 Manche werden sich dran erinnern. Ich hab sie gerne geguckt in meiner Kindheit, die Sesamstraße.

 

Unabhängig aber von Sesamstraße und vom Krümelmonster stellt sich die Frage nach dem, was da besungen wird, nämlich nach der Gastfreundschaft: „Hätt ich dich heut erwartet, hätt ich Kuchen da.“

Sprich: ich hätte mehr zu Hause als normalerweise, hätte vielleicht einen Kuchen gebacken (also jetzt nicht ich selbst, aber diejenigen, die das können) oder hätte ein schönes Stück Kuchen gekauft – extra für meinen Gast.

„Und obendrein hätt sich sogar Musik bestellt. Die besten Musikanten auf der Welt. Und meinen Gast empfangen mit Trara.“

Ich hätte mich also ins Zeug gelegt für meinen Gast, liebe Gemeinde. Mein Haus, meine Wohnung vorbereitet. Sauber gemacht. Ordnung geschaffen. Getränke kaltgestellt. Extra für meinen Gast. Damit mein Gast sich wohlfühlt bei mir.

 

Wer jetzt sagt: Ja, das mache ich so, wenn Gäste kommen, wenn ich weiß, dass Gäste kommen - dann ist das schon mal viel Wert.

Denn im Predigttext für heute werden wir genau dazu aufgefordert, wenn es im Hebräerbrief Kapitel 13 heißt:

„Vergesst nicht, Gastfreundschaft zu üben! Denn ohne es zu wissen haben manche auf diese Weise Engel bei sich aufgenommen.“

 

Eine klare Ansage. Ein klarer Hinweis. Eine klare Aufforderung an uns Christen. Heißt es doch gar in der Bibelübersetzung, die ich heute verwendet habe, der „Hoffnung für alle“, über diesem 13. Kapitel „Wie Christen leben sollen“ – ganz einfach könnte man sagen: in dieser Hinsicht wie Ernie aus der Sesamstraße, nämlich gastfreundlich.

Viele werden jetzt Bilder vor Augen haben, was Sie machen, wenn Besuch erwartet wird. Vor allem, wenn es Gäste sind, die nicht häufig da sind.

Sie werden wissen, was Sie dann so alles auf die Beine stellen, damit alles in bester Ordnung ist und sich der Besuch möglichst wohlfühlt. Obwohl der Besuch vielleicht vorher sagt: „Mach dir aber keine großen Umstände wegen mir…“

Diese vermeintlich simple Sache, Gastfreundschaft, ist laut Predigttext christliche Pflicht. Alltagspflicht. Und dabei geht es ja aber wirklich nicht drum, sich zu großen Umständen zu machen. So dass man den Besuch des Gastes dann vielleicht sogar selbst kaum genießen kann.

Es muss nicht das Allertollste aufgefahren und aufgetischt werden. Die Wohnung oder die gute Stube muss nicht aussehen wie aus dem Möbelkatalog - perfekt aufgeräumt und alles am richtigen Platz. Sondern es geht doch vielmehr darum, dass der Gast sich Willkommen fühlt oder ob er merkt: Mein Gastgeber ist insgeheim froh, wenn ich wieder weg bin und er seine Ruhe hat.

In diesem Sinn versteh ich diese Worte: „Hätt ich dich heut erwartet hätt ich Kuchen da.“

 

Und zugleich ist es glaube ich das, was vielen besonders fehlte und teils immer noch fehlt in der Coronakrise, dass man vorsichtig ist mit Gästen. Dass auch Gäste vorsichtig sind, in dem Sinn, dass sich weniger besucht wird. Wochen-, monatelang überhaupt nicht besucht wurde.

Keine Gäste empfangen werden konnten. Und ich weiß von einigen, dass bis jetzt kaum Gäste empfangen werden und man auch selbst nirgends zu Gast ist, weil das Risiko zu hoch ist wegen Krankheit und anderem.

Obendrein sind massenweise Feiern ausgefallen, in denen viele Gäste erwartet worden wären, wenn ich an die ganzen abgesagten größeren Geburtstagsfeiern, Konfirmationen oder Hochzeiten denke.

Vielleicht werden wir alle, wenn alles einst wieder normal ist. Wenn wir Gäste wieder normaler empfangen können, dann noch mehr diese Worte verinnerlichen:

„Vergesst nicht, Gastfreundschaft zu üben! Denn ohne es zu wissen haben manche auf diese Weise Engel bei sich aufgenommen.“

 

Denn hierbei geht es ja mitnichten nur um die Gastfreundschaft guten Freunden und engen Angehörigen gegenüber. Menschen gegenüber, die ich in der Regel gern hab. Sondern hier geht es ja auch um Menschen, die mir fremd sind. Die völlig unerwartet vor meiner Tür stehen, weil sie mal sprechen wollen.

Vielleicht sogar jemand, den ich gar nicht so gut leiden kann. Würde ich da auch noch singen:

„Hätt' ich dich heut erwartet, Hätt' ich Kuchen da. Und dich empfangen mit Trara!“

Oder würde ich dann eher singen: Hätt ich dich heut erwartet wär ich extra nicht da, oder so was in der Art.

Der biblische Text für heute kennt da keine Ausnahmen. Es heißt allgemein: „Vergesst nicht, Gastfreundschaft zu üben!“

Und fügt an: "Denn ohne es zu wissen haben manche auf diese Weise Engel bei sich aufgenommen.“

 

Die Aufnahme von Engeln verpasst die Dame folgender Geschichte:

Es war einmal eine alte Frau, der hatte der liebe Gott versprochen, sie heute zu besuchen. Darauf war sie nun natürlich nicht wenig stolz. Sie scheuerte und putzte, buk und tischte auf. Und dann fing sie an, auf den lieben Gott zu warten.

Auf einmal klopfte es an die Tür. Geschwind öffnete die Alte, aber als sie sah, dass draußen nur ein armer Bettler stand, sagte sie: „Nein, in Gottes Namen, geh heute deiner Wege! Ich warte eben gerade auf den lieben Gott, ich kann dich nicht aufnehmen!“ Und damit ließ sie den Bettler gehen und warf die Tür hinter ihm zu.

Nach einer Weile klopfte es von neuem. Die Alte öffnete diesmal noch geschwinder als beim ersten Mal. Aber wen sah sie draußen stehen? Nur einen armen alten Mann. „Ich warte heute auf den lieben Gott. Wahrhaftig, ich kann mich nicht um dich kümmern!“ Sprach’s und machte dem Alten die Tür vor der Nase zu.

Abermals eine Weile später klopfte es von neuem an die Tür. Doch als die Alte öffnete – wer stand da, wenn nicht schon wieder ein zerlumpter und hungriger Bettler, der sie inständig um ein wenig Brot und um ein Dach über dem Kopf für die Nacht bat. „Ach, lass mich in Ruhe! Ich warte auf den lieben Gott! Ich kann dich nicht bei mir aufnehmen!“ Und der Bettler musste weiterwandern, und die Alte fing aufs Neue an zu warten.

Die Zeit ging hin, Stunde um Stunde. Es ging schon auf den Abend zu, und immer noch war der liebe Gott nicht zu sehen. Die Alte wurde immer bekümmerter. Wo mochte der liebe Gott geblieben sein?

Zu guter Letzt musste sie betrübt zu Bett gehen. Bald schlief sie ein. Im Traum aber erschien ihr der liebe Gott. Er sprach zu ihr: „Dreimal habe ich dich aufgesucht, und dreimal hast du mich hinausgewiesen.

 

Bettelnd, bittend, das kann auch der junge Mann aus der Nachbarschaft sein, der bittend vor meiner Tür steht, weil er ein Problem hat. Das kann auch die Frau sein, die der Mann rausgeschmissen hat. Das kann die ältere Dame sein, die mal dringend sprechen muss mit jemanden, weil die eigene Tochter mal wieder keine Zeit hat.

Besuch, der anstrengend werden kann. Besuch, der uns zeitlich grad so gar nicht passt.

Sing ich dann auch noch: „Hätt' ich dich heut erwartet, Hätt' ich Kuchen da.“

Unser Wort des Lebens ermutigt uns dazu. Fordert uns dazu auf. „Vergesst nicht, Gastfreundschaft zu üben!“

Ohne wenn und aber. Gastfreundschaft heißt dann eben nicht nur mit den guten Freudinnen schön Piccolo zu trinken oder mit den Kumpels bei ein paar Bier zusammenzusitzen oder beim netten Plaudern mit den Freudinnen der Kaffeerunde gemütlich beisammenzusitzen und neuste Dorfneuigkeiten auszutauschen.

Sondern Gastfreundschaft kann dann auch richtig was abverlangen von uns. Mehr als die Wohnung vorher zu putzen und die Weingläser zu polieren. Sondern wirklich Arbeit. Wenn ein Gast mich braucht, um von seinen Problemen zu erzählen.

Dann trotzdem Gastgeber zu sein, dazu fordert uns die Bibel auf. Nicht mehr und nicht weniger. Auch dann mit dem Sesamstraßenernie interessiert zu fragen: „Na wie geht's, na wie steht's, na wie geht's.“

Auch dann einzustimmen in die Worte:

 

„Hätt' ich dich heut erwartet, hätt' ich Kuchen da, Kuchen da, Kuchen da.
Hätt' ich dich heut erwartet, hätt' ich Kuchen da. Na wie geht's, na wie steht's, na wie geht's.

Hätt'st du nur was gesagt, hätt' ich Musik bestellt, die besten Musikanten auf der Welt!
Hätt'st du nur was gesagt, hätt' ich Musik bestellt, und dich empfangen mit Trara!“

 

„Vergesst nicht, Gastfreundschaft zu üben! Denn ohne es zu wissen haben manche auf diese Weise Engel bei sich aufgenommen.“ Amen.


Hilfeleistungen der Gemeinde Lohra für Personen der Risikogruppe oder in häuslicher Quarantäne

Sollten Sie sich aufgrund der Empfehlung des Gesundheitsamtes in häusliche Quarantäne begeben oder zu einer der Risikogruppen gehören und können auf kein Hilfenetzwerk durch Familie, Freunde, Nachbarn etc. zur Versorgung zurückgreifen, besteht die Möglichkeit, sich von Montag bis Freitag, 8.00 bis 12.00 Uhr, telefonisch unter 06462/2007-12 oder 2007-10 oder per e-mail: petra.weber@lohra.de an die Gemeinde Lohra zu wenden.

Von dort werden die Hilfeleistungen koordiniert.

 

Freiwillige Helfer/innen werden gerne noch angenommen.